In der Familie des Klassenmusizierens nehmen die „Bläserklassen“ eine herausragende Stellung ein. Mittlerweile werden die Bläserklassen zu Recht als Erfolgsmodell bezeichnet und so ist es nicht verwunderlich, dass an zahlreichen allgemeinbildenden Schulen Bläserklassen existieren. Durch die Einrichtung einer Bläserklasse besteht die große Chance einer Zusammenarbeit von Musikschule und allgemeinbildender Schule. Oft steht hinter dem Wunsch der Zusammenarbeit und seiner Umsetzung die Überlegung, dass die musikpädagogische Kooperation zahlreiche Synergieeffekte zum Nutzen der institutionellen Partner und der Schüler mit sich bringt.
Die Bläserklasse ist häufig nach dem Vorbild eines sinfonischen Blasorchesters oder einer Bigband besetzt, wobei je nach Gegebenheiten Besetzungsvarianten möglich sind. Ideal ist der Start einer Bläserklasse im fünften Schuljahr, sie kann aber auch schon in der Grundschule beginnen.
Das Zusammenarbeiten „Teamteaching“ eines Instrumentallehrers und eines Schulmusikers bietet große Chancen von Synergieeffekten, die nicht nur auf die institutionelle Ebene beschränkt bleiben, sondern auch unmittelbar im Unterrichtsgeschehen zum Tragen kommen, wenn unterschiedliche Erfahrungen und Kompetenzen einander ergänzen. Davon profitieren in erster Linie die Schüler. Wenn die Schule hinter der Bläserklasse steht, wird das Projekt sehr schnell zum Renner, da die Erfolge der Schüler alle begeistern.
In Rheinland-Pfalz kooperieren derzeit 18 Musikschulen mit allgemeinbildenden Schulen und sichern damit über 30 Bläserklassen eine kompetente Ausbildung.
